Bloß nicht krank werden bei CAP!

Die Geschäftsführung in der CAP GmbH, CeBeeF Assistenz und Pflege, begreift offenbar nicht, dass das Erkranken von Mitarbeiter*innen und maßlos Druck ausüben auf die Mitarbeiter*innen zusammenhängen.

Inzwischen wagt sich kaum jemand von den Kolleg*innen bei CAP, sich beim Arbeitgeber krank zu melden, weil sie dort großen Anfeindungen ausgesetzt sind: „Was? Du bist krank? Da weiß ich nicht, ob du noch Arbeit hast anschließend! Dein Kunde/ deine Kundin will dich dann bald gar nicht mehr. Ist das überhaupt der richtige Job für dich?“

Sich krank zur Arbeit zu schleppen ist schon grundsätzlich – aber gerade in Zeiten von Corona – mehr als fragwürdig. Wer krank ist, kann nicht nur andere anstecken, es passieren auch leichter Fehler. Ausbaden müssten dies dann die betroffenen Kunden und Kundinnen, um deren qualifizierte Versorgung und Teilhabe es geht.

Menschenunwürdige Zustände!

Wer dazu genötigt wird, krank zur Arbeit zu gehen, weil er als Drückeberger denunziert wird, gerät dann auch noch in einen Teufelskreis, dass ihn die Arbeit von mal zu mal kränker macht, bis er womöglich noch selbst Pflege braucht.

Es ist unverständlich, dass gerade Arbeitskräfte in der Pflege, wo immer Arbeitskräftemangel herrscht, solcher Missachtung ihrer Person und ihrer Leistung ausgesetzt sind. Höchstwahrscheinlich geht es wieder nur ums Geld. Falls Krankenstand und Springereinsätze nicht ordentlich refinanziert sind, trägt der Arbeitgeber dies auf dem Rücken der Arbeitnehmer*innen aus, statt sich für eine Verbesserung zum Wohle der Belegschaft einzusetzen, wie es seine Aufgabe wäre.

Dabei wird das Gehalt dieses „sozialen“ Arbeitgebers durch die Tatkraft eben jener Menschen bezahlt, die vor Ort einer körperlich und psychisch schweren Arbeit ausgesetzt sind.